Was man über Pétanque wissen sollte

Die Hauptsaison findet von April bis September statt, auch wenn theoretisch bei jedem Wetter und bei jeder Temperatur gespielt werden kann. Doch Turniere finden ausschließlich in diesem Zeitraum statt.

Ligaspiele und die Landesmeisterschaft sind gut besucht und viele Neulinge suchen ihren örtlichen Verein auf, nachdem sie einen intensiven Wettbewerb zwischen alten Rivalen mitangesehen haben.

Pétanque-Events sind so vielfältig und interessant wie jede andere Sportart auch. Hier sind einige interessante Fakten über was für Ausrüstung man braucht, sowie ein paar historische Anekdoten.

‘Clou‘ heißt auf Französisch Nagel, also ist ‘boule cloutée‘ ein Ball mit Nägeln. Als nach 1850 billige maschinenhergestellte Nägel breit verfügbar waren, haben Boule-Hersteller angefangen, die ‘boule cloutée‘ zu produzieren. Hölzerne Bälle wurden voll mit Nägeln gehämmert, sodass ihre Oberfläche ausschließlich aus Metall bestand.

Dies ging weiter bis in die 1920er, als hohle Metallboules auf dem Markt erschienen und die hölzernen Boules außer Mode gerieten. Im Jahre 1958 wurden sie sogar komplett verboten.

Doch in der Hochzeit der hölzernen Bälle war man sehr kreativ. Stahl-, Bronze- und Kupfernägel waren beliebt aufgrund ihrer unterschiedlichen Farben. Viele unterschiedliche Designs wurden auf die verschiedenen Boules aufgetragen. Einige dieser Kreationen sind sogar echte Kunstwerke und heutzutage beliebte Sammlerstücke.

Dorfplätze und Parkwege können als Pétanque-Spielfelder verwendet werden. Die beste Oberfläche ist Kies, aber Sand oder Gras geht zur Not auch. Gras ist nicht besonders ideal, da die Bälle am besten ein wenig rollen sollten. Viele Städte in Deutschland haben extra für die Sportart angefertigte Boule-Hallen.

Solche Events machen immer Spaß. Kinder sind ebenfalls herzlich willkommen und natürlich gibt es gutes deutsches Essen vor Ort – auch wenn viele Teilnehmer ihr eigenes Picknick mitbringen.

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